Spannend wie ein Krimi: Spielerisch Berufe entdecken : , Thema: Innovative Berufsorientierung
Das InnoVET-Projekt „BM = x³“ entwickelt ein Computerspiel, das die Experimentierlust von Schülerinnen und Schülern wecken und Begeisterung für Berufe in den Mikro- und Nanotechnologien schaffen soll.
Unsichtbare Technologie für junge Menschen erlebbar machen – und sie so dafür begeistern: Daran arbeitet das InnoVET-Projekt „BM = x³“ aktuell. Das DE:HIVE Institut der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin entwickelt und erprobt das Computerspiel „SYS:LOGIC“. Es soll die Experimentierlust von Schülerinnen und Schülern wecken und Begeisterung für Berufe in den Mikro- und Nanotechnologien schaffen.
Mit selbst entworfenen Schaltkreisen aus Logikmodulen, Sensoren und Motoren programmieren die Nutzerinnen und Nutzer das Verhalten virtueller Roboter und erfahren so, wo Mikro- und Nanotechnologien zum Einsatz kommen. Genutzt werden soll das Spiel für Messen, Events, Ausstellungen oder im Unterricht als Instrument zur Berufsorientierung.
Im aktuellen Prototyp gilt es auf spielerische Weise, einen Staubsaugerroboter funktionsfähig zu machen. „Wir konzentrieren uns zunächst auf eine einfache und spielerische Bedienbarkeit und ein motivierendes Spielerlebnis am PC mit Maussteuerung“, berichtet Jules Pommier, wissenschaftlicher Mitarbeiter der HTW. Eine erste Version des Computerspiels testete das Projekt im Dezember 2022 auf einer Berufsorientierungsmesse in Berlin mit der Zielgruppe Jugendliche, um sie anschließen weiter zu verbessern.

Die Entwicklung ist noch längst nicht abgeschlossen:
So soll das Spielszenario thematisch weiter zugespitzt werden, um den Zugang zur Mikro- und Nanotechnologien für die Zielgruppe Jugendliche möglichst spannend zu gestalten. Eine Umfrage unter 400 Schülerinnen und Schülern ergab: Das größte Interesse besteht in Bezug auf den Einsatz von Kriminaltechnologie. „Wir können uns Tatortszenarien als Rahmenhandlung vorstellen, die es mit den Robotern forensisch zu untersuchen gilt, um alle Beweise zu sichern und den Kriminalfall nach und nach aufzudecken“, verrät Jules Pommier.
Aber auch das Spielerlebnis soll noch weiter optimiert werden: „Das Spiel soll in 2023 in eine hybride, erweiterte Realität überführt werden“, sagt Jules Pommier. Die Schaltkreise sollen sich dann haptisch aus 3D-gedruckten Modulen zusammensetzen lassen, die über eine Schnittstelle mit der Simulation verbunden sind. Die Roboter können so von Hand programmiert und gesteuert werden. Das Entwicklerteam verspricht sich davon eine maximale Wirkung auf Jugendliche bei Messen und Veranstaltungen.
Im Jahr 2024 soll die fertige Version von „SYS:LOGIC“ vorliegen. Bis dahin werden Aussehen und das Spielerlebnis wird mit der Zielgruppe Jugendliche kontinuierlich getestet und weiterentwickelt. Den aktuellen Prototypen wird das InnoVET-Projekt „BM = x³“ auf seiner Tagung „Microtec Academy Forum“ im Februar 2023 vorstellen.