InnoVET-Workshop bei Hochschultagen für Berufliche Bildung : , Thema: 21.-22. März 2023 | Bamberg
Was macht Berufsbildung für Jugendliche attraktiv? Wie gelingen Interaktion und Vernetzung in Innovationsprozessen? Diesen Fragen geht der Workshop bei den Hochschultagen für Berufliche Bildung am 21. und 22. März in Bamberg nach, den die InnoVET-Begleitforschung mit ausgewählten InnoVET-Projekten gestaltet.
Die Innovationen der InnoVET-Projekte erfolgreich in der Breite und nachhaltig im Bildungssystem zu verankern, ist eine große Herausforderung. Der Transfer ist komplex und braucht Austauschprozesse von Wissenschaftlern, Praktikern und systemrelevanten Akteuren der beruflichen Bildung. Die InnoVET-Begleitforschung will deshalb Fragen beantworten wie: Wann ist ein Qualifizierungsangebot in der dualen Ausbildung eine Innovation? Wie können Qualifizierungsangebote großflächig und effizient verbreitet werden? Wie wird Wissen zwischen Forschung und Praxis optimal transferiert?
Antworten auf diese Fragen soll auch der Workshop „Innovationen durch Forschung stärken – Austauschprozesse zwischen Wissenschaft und Praxis am Beispiel des InnoVET-Programms“ bei den Hochschultagen für Berufliche Bildung in Bamberg liefern. Er wird gestaltet von den Teams der Begleitforschung an den Universitäten Magdeburg und Paderborn sowie am Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und ausgewählten InnoVET-Projekten.
Sie wollen mit den Workshop-Teilnehmenden Chancen und Grenzen der Gestaltung von Innovationen und deren Transfer in Aus- und Weiterbildung anhand von Beispielen aus dem InnoVET-Programm erarbeiten und diskutieren: Welches Verständnis von Innovation und Transfer existiert aus Forschungs- und Praxisperspektive? Welche Gestaltungsmerkmale zeichnen Innovationen in der beruflichen Bildung aus und welche Rolle spielen sie für die Attraktivität beruflicher Bildung? Welche strukturellen, organisationalen, personellen Rahmenbedingungen und Prozesse sind notwendig, damit eine Innovation in der beruflichen Bildung funktioniert?
Tag 1: Was Berufsbildung für Jugendliche attraktiv macht
Der Workshop startet am 21. März 2023 mit einem Impulsvortrag des Begleitforschungsteams im BIBB und gibt Einblick in das InnoVET-Programm sowie in die gestaltungsorientierte Erforschung von Berufsbildungsprogrammen. Anschließend fokussiert der Workshop – angeleitet durch den Begleitforschungsstandort Universität Magdeburg – auf die Gestaltungsmerkmale der InnoVET-Innovationssätze im Schnittbereich von beruflicher Bildung, akademischer Bildung und höherqualifizierender Berufsbildung und auf deren Beitrag zur Steigerung der Attraktivität beruflicher Bildung.
Im Rahmen einer Postersession präsentieren InnoVET-Projekte ihre neu entwickelten Bildungsangebote und diskutieren, was diese Angebote aus ihrer Sicht für potenzielle Nachfragende besonders attraktiv macht. Mit dabei sind die Projekte Bildungsbrücken OWL, BM=x³, CLOU, Exzellenz Handwerk, KI B³, ProNet Handwerk, SiA NRW, SPERLE, UpTrain und ZertEx Abschlüsse.
Ihre Sichtweise wird anschließend mit einem Einblick in den übergreifenden Forschungsdiskurs zum Thema ergänzt. Die Praxis- und Forschungsperspektiven werden schließlich zusammengeführt und bilden die Grundlage für eine moderierte Expertendiskussion mit den Workshopteilnehmenden. Die Diskussion verfolgt das Ziel, die zentralen Merkmale einer attraktiven Berufsbildung herauszuarbeiten und die Frage zu erörtern, wie (auch leistungsstärkere) Jugendliche für die Berufsbildung gewonnen werden können.
Tag 2: Interaktion und Vernetzung in Innovationsprozessen
Am 22. März 2023 präsentiert der Begleitforschungsstandort Paderborn bisherige Ergebnisse. Nach kurzem Input zu aktuellen Erkenntnissen aus dem Forschungsprojekt und einer anschließenden Diskussion liegt der Schwerpunkt auf Praxiseinblicken und Diskussionen zum Thema „Interaktion und Vernetzung in Innovationsprozessen“.
Die Arbeitsphase ist methodisch angelehnt an das sogenannte „World Café“. Teilnehmende können sich Gruppentischen mit Vertreterinnen und Vertretern aus InnoVET-Projekten mit unterschiedlichen Fragestellungen und Schwerpunkten zu „Interaktion und Vernetzung in Innovationsprozessen“ zuordnen. Mit dabei sind die Projekte Bildungsbrücken OWL, BM=x³, CLOU, Exzellenz Handwerk und UpTrain.
Diese stellen ihr Projekt kurz vor und außerdem, wie sie sich im Rahmen ihrer Projektarbeit mit dieser Themenstellung im Kontext von Vernetzung auseinandersetzen. Sie moderieren die Diskussion an ihrem jeweiligen Tisch und dokumentieren die Ergebnisse. Nach zwei Diskussionsrunden führen die Projektverantwortlichen die Diskussionsergebnisse zusammen. Den Abschluss der Austauschphase bildet eine Präsentation der Ergebnisse der einzelnen Tische, sodass die Teilnehmenden einen kurzen Überblick über alle Diskussionen erhalten.
Der Workshop bricht die Komplexität des Projektprogramms herunter und dient als Austausch- und Kommunikationsforum. Er zielt darauf ab, Konzepte, Ansätze, Ideen und Best-Practice-Beispiele für innovative Qualifizierungsangebote in der dualen Aus-, Fort- und Weiterbildung vorzustellen und zu diskutieren. Besonders spannend ist die Einbindung sowohl der Praxis- als auch der Forschungsperspektive.
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