tQM – Qualitätssicherung hybrider Ausbildungsangebote
Ein Qualitätsmanagement für die Studienintegrierende Ausbildung in den Bildungsgängen Betriebswirtschaftslehre/kaufmännische Berufe und Informatik/Fachinformatik verzahnte die Lernorte Berufsschule, Betrieb und Hochschule.
Mit der Studienintegrierenden Ausbildung soll ein neuer Typ tertiärer Bildung entwickelt und etabliert werden, der die Vorteile beruflicher und hochschulischer Bildungswege und die Lernorte Berufsschule, Betrieb und Hochschule verknüpft. Solche hybriden Bildungsangebote bedürfen eines übergreifenden und alle Lernorte umfassenden Qualitätsmanagements, wenn sie ihre Potenziale ausschöpfen sollen. Mit den Lernorten Berufsschule, Betrieb und Hochschule treffen berufliche und akademische Bildung mit eigenen Gesetzen und Verordnungen, Funktionslogiken und Kulturen aufeinander. In jedem Bereich existieren verschiedene Instrumente und Verfahren zur Qualitätssicherung – jedoch weitgehend getrennt voneinander. Im Projekt sollten die jeweiligen Elemente und Verfahren sinnvoll kombiniert und auch konzeptionelle Innovationen zur Qualitätssicherung hybrider Bildungsmodelle entwickelt werden.
Das Projekt entwickelte daher Instrumente eines trialen Qualitätsmanagements [tQM]. Die Schwerpunkte lagen auf Lernortkooperation zwischen Betrieb, Hochschule und Berufsschule, Beratung der Lernenden und Prüfungen. Dies sollte dazu beitragen, die Produktivität hybrider Bildungsangebote zu erhöhen, inhaltliche Doppelungen durch curriculare Verzahnung zu reduzieren und eine bereichsübergreifende Kompetenzentwicklung zu fördern. Damit soll auch die Orientierung auf berufliche Kompetenzen als verbindendes Element der Lernorte etabliert werden. Das Projekt setzte dies beispielhaft für Bildungsgänge Betriebswirtschaftslehre/kaufmännische Berufe und Informatik/Fachinformatik um.
Im Teilprojekt „tLOK (triale Lernortkooperation)“ erfolgte die gemeinsame Planung des Curriculums. Die Theorie- und Praxisphasen an den beteiligten Lernorten wurden inhaltlich aufeinander bezogen und zeitlich aufeinander abgestimmt. Damit die Kooperation der Lernorte nicht beliebig, punktuell und auf Einzelpersonen beschränkt stattfindet, richtete das Projekt verschiedene Formate für den Austausch zwischen den Lehrenden an allen drei Lernorten ein. Mit Blick auf die personellen und zeitlichen Ressourcen soll dafür auch eine digitale Plattform eingerichtet werden.
Im Teilprojekt „tCB (triales Coaching und Beratung)“ entwickelte und erprobte das Projekt ein Bildungsweg- bzw. Laufbahn-Coaching für Lernende, das über die vorhandenen Angebote in der dualen Ausbildung sowie im Studium hinausgeht und ein ergänzendes, lernortübergreifendes und zusammenhängendes Beratungs- und Begleitkonzept darstellt. Es soll in gemeinsamer Verantwortung der drei Lernorte koordiniert und miteinander abgestimmt werden.
Das Teilprojekt „tPM (triale Prüfungen und Monitoring)“ legte den Fokus auf Prüfungen. In hybriden Angeboten sollten Prüfungen unter Beachtung der Vorgaben von BBiG/HwO und der Hochschulgesetze curricular abgestimmt sein. Hierfür entwickelte das Projekt Verfahren zur zeitlichen Abstimmung von Prüfungen, zur inhaltlichen Abstimmung der berufsschulischen und hochschulischen Anforderungen, zur inhaltlichen Integration mit der wechselseitigen Anerkennung von Prüfungsleistungen und zur Durchführung inhaltlich und organisatorisch aufeinander bezogener Prüfungen.
Ergebnisse
Bildungsweg-Coaching in der SiA: Unterstützungs- und Coachingangebot für Lernende |
Handreichung Einführungsveranstaltung Handreichung Coaching-Gespräche |
Didaktik-Forum: Lernortkooperation in der SiA | |
Vollbefragungen der kooperierenden Unternehmen: Was Unternehmen über die SiA denken |